E-Autos: Marke von einer Million Förderanträge übertroffen - iStock: SimonSKafar

Mehr Power und Fahrspaß mit dem E-Bike

E-Mobilität

04.09.2023

Der richtige Umgang mit dem Akku entscheidet über Fahrdauer und Leistung.

Autor: Udo Heberer, Frankfurt am Main

Gute Pflege und sorgsame Pflege: Damit erhöhen Verbraucher die Lebensdauer und Reichweite der Akkus ihres E-Bikes oder Pedelecs.

Vor allem empfiehlt sich, Akkus vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützten. „Extreme Hitze kann dazu führen, dass sich der Innenwiderstand des Akkus erhöht. Das bedeutet: An den Akkuzellen wird mehr Energie in Wärme umgewandelt. Diese Energie fehlt dem Motor und hemmt die Leistung des E-Bikes“, so Lilly Eckstein vom E-Bike-Komponenten-Hersteller Brose. Kälte kann ebenfalls Reichweite kosten: Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sollten Akkus während des Parkens abgenommen und bei Zimmertemperatur gelagert werden, um Schäden zu vermeiden, empfiehlt der ADAC. Auch das Laden in der Kälte könnte dem Akku schaden.

Tabu bei der Reinigung sind Hochdruckreiniger und scharfe Reinigungsmittel. Hersteller empfehlen stattdessen, die Batterie von Zeit zu Zeit mit einem feuchten Lappen abzuwischen. Die Steckerpole an Akku und Bike entstaubt man am besten mit einem trockenen Tuch. Gelegentlich sollte man sie leicht fetten. Wer das beachtet, kann mit 500 bis 1000 Ladezyklen rechnen – und einer geschätzten Nutzung von drei bis fünf Jahren oder einer Gesamtstrecke von 25.000 bis 100.000 Kilometern.

Doch wie weit kommt man mit einer Akkuladung? „Eine Frage, auf die keine allgemeingültige Antwort gegeben werden kann“, sagt Tamara Winograd als Pressesprecherin bei Bosch E-Bike Systems. „Dies hängt von unterschiedlichen Parametern ab. Das Gewicht des Fahrers sowie des Gepäcks oder der Reifendruck beeinflussen den Stromverbrauch, aber auch der gewählte Unterstützungsmodus, häufiges Anfahren, der Motor und der Akku selbst. Auch Umweltfaktoren wie Temperatur, Windbedingungen, Untergrund und Terrain spielen eine Rolle. Anstiege im groben Gelände sind energieaufwendiger als flache Abschnitte auf asphaltierter Straße. So sind weniger als 20 Kilometer bis zu deutlich über 100 Kilometer mit einer Akkuladung möglich. Wer einen Doppel-Akku an Bord hat, kann auch über 200 Kilometer weit kommen.“

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